Stadtrat billigt Bebauungsplan für Eggarten-Siedlung: Entwicklung eines nachhaltigen Wohnquartiers in München
Der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung des Münchner Stadtrats hat den Bebauungsplan für die Eggarten-Siedlung gebilligt, um die Transformation der ehemaligen Gartenkolonie südlich des Lerchenauer Sees in ein nachhaltiges Wohnquartier zu ermöglichen.

Der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung des Münchner Stadtrats hat den Bebauungsplan für die Eggarten-Siedlung verabschiedet. Diese Entscheidung bildet die planungsrechtliche Grundlage für die Entwicklung der ehemaligen Gartenkolonie am Lerchenauer See zu einem Wohnquartier. Das Vorhaben zielt auf die Schaffung eines lebendigen und nachhaltigen Lebensraums ab.
Das städtebauliche Konzept der Eggarten-Siedlung sieht die Errichtung von rund 1.900 Wohneinheiten vor, die Raum für über 4.500 Bewohner aus unterschiedlichen Einkommensgruppen bieten sollen. Die Planung umfasst ferner eine vierzügige Grundschule mit ergänzendem Rasenspielfeld, fünf Kindertagesstätten und drei Quartiersgaragen. Zudem sind Dienstleistungs- und Nahversorgungseinrichtungen vorgesehen, welche die Infrastruktur des Quartiers ergänzen werden. Dabei sollen auch attraktive Grünflächen entstehen, die sowohl öffentlich als auch privat zugänglich sind.
Städtebauliche und architektonische Merkmale
Die Gestaltung des Quartiers orientiert sich an der historischen Struktur der Eggarten-Siedlung, um deren Charakter als „Gartenquartier“ fortzuführen. Dies manifestiert sich in der Anlage von vielfältigen Freiräumen. Die Baufelder und das Erschließungssystem folgen der ursprünglichen Gliederung. Vorgesehen ist eine vorwiegend fünf- bis siebengeschossige Blockrandbebauung, die um geschützte, begrünte Wohnhöfe gruppiert wird. Die Gebäudehöhen variieren, wobei drei Hochhäuser – eines mit 15 Geschossen und zwei mit 13 Geschossen – spezifische stadträumliche Akzente setzen. Zwei dieser Hochhäuser konzentrieren sich am zentralen „Eggartenplatz“, einer Grünfläche mit Spielangeboten. Ergänzend sind weitere baumbestandene Plätze und die Integration von drei erhaltenswerten Bestandsgebäuden in das Gesamtkonzept vorgesehen. Im südlichen und östlichen Bereich des Planungsgebiets entstehen großzügige und vielseitig nutzbare öffentliche Grünflächen.
Das Modellquartier ist auf Zukunftsfähigkeit ausgelegt. Ein Teil der Baufelder ist für die Vergabe an Genossenschaften vorgesehen, um die Entwicklung diverser Nachbarschaften zu fördern. Weitere Kernziele des Projekts umfassen eine klimaneutrale Energieversorgung, die Implementierung eines nachhaltigen Mobilitätskonzepts zur Schaffung eines weitgehend autofreien Quartiers kurzer Wege sowie die Anwendung des Schwammstadtprinzips zur effizienten Regenwasserbewirtschaftung. Diese Maßnahmen sollen die ökologische und soziale Nachhaltigkeit des Quartiers gewährleisten.
Verfahren und Planungsgrundlagen
Der Entwurf des Bebauungsplans basiert auf dem Konzept der Berliner Büros Studio Wessendorf und Atelier Loidl Landschaftsarchitekten. Dieser Entwurf ging im Juli 2020 als Sieger aus einem städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerb hervor und bildet die Grundlage für die nun gebilligte Planung. Der nächste Verfahrensschritt wird die obligatorische Öffentlichkeitsbeteiligung sein, die für den Herbst 2026 terminiert ist. Parallel dazu erfolgt eine Änderung des Flächennutzungsplans, welcher eine integrierte Landschaftsplanung beinhaltet.
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