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Projektentwicklung··3 min

BImA initiiert Bodensanierung auf Areal der ehemaligen Hindenburg-Kaserne in Neumünster

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) hat die Baufeldfreimachung und Bodensanierung auf dem 13 Hektar großen Gelände der ehemaligen Hindenburg-Kaserne in Neumünster begonnen, um die Fläche für ein Einsatztrainingszentrum des Zolls und ein Betriebsgelände des Technischen Hilfswerks (THW) vorzubereiten.

BImA initiiert Bodensanierung auf Areal der ehemaligen Hindenburg-Kaserne in Neumünster

Auf dem rund 13 Hektar umfassenden Areal der früheren Hindenburg-Kaserne in Neumünster, an der Färberstraße 92 gelegen, hat die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) mit umfassenden Maßnahmen zur Baufeldfreimachung und Bodensanierung begonnen. Das Vorhaben ebnet den Weg für die zukünftige Ansiedlung eines Einsatztrainingszentrums des Zolls sowie eines Betriebsgeländes des Technischen Hilfswerks (THW). Die Bauarbeiten starteten mit der Einrichtung der Baustelle in den aktuellen Tagen, wobei die eigentlichen Sanierungsarbeiten Mitte Mai 2026 aufgenommen und bis Dezember 2026 abgeschlossen werden sollen.

Die Notwendigkeit der Bodensanierung ergibt sich aus der historischen Nutzung des Standorts. Das Gelände war ehemals ein Gerberei-Areal, wodurch der Baugrund mit Milzbranderregern sowie weiteren Schadstoffen kontaminiert ist. Die BImA wird im Rahmen dieser Maßnahmen den belasteten Boden vollständig abtragen und durch unbelastetes Material ersetzen. Die Sanierung erfolgt auf Grundlage eines behördlich genehmigten Sanierungsplans gemäß Bundesbodenschutzgesetz, welcher im Oktober 2025 von den zuständigen Behörden der Stadt Neumünster geprüft und freigegeben wurde.

Umfassende Sicherheitsvorkehrungen und Detailplanung

Ein Teil der Bodensanierungsarbeiten wird unter speziellen Zelteinhausungen durchgeführt. Dies betrifft insbesondere die Bereiche der ehemaligen Gerbgruben, in denen eine signifikant erhöhte Kontamination durch Milzbranderreger zu erwarten ist. Kontaminiertes Material wird in verschlossenen Fässern gesammelt und zur Sondermüllverbrennung transportiert. Für weiteres kontaminiertes Erdreich stehen unterschiedliche Entsorgungswege zur Verfügung. Im Rahmen der Bauausführung tragen die Arbeiter Schutzanzüge und Atemschutz. Zur Minimierung der Staubentwicklung wird der Boden kontinuierlich befeuchtet; hierfür kommen gezielte Bewässerungs- und Benebelungsanlagen zum Einsatz.

Die Zelteinhausungen in den stark belasteten Bereichen sind mit Hochleistungs-Abluftfiltern ausgestattet, um ein Austreten von Schadstoffen zu verhindern. Eine Reifenwaschanlage reinigt alle Baustellenfahrzeuge vor dem Verlassen des Geländes. Zudem wird an der Zaunanlage zur angrenzenden Bebauung ein zusätzlicher Staubschutz installiert. Alle Maßnahmen unterliegen einer kontinuierlichen Überwachung durch die zuständigen Behörden der Stadt Neumünster. Ein für die BImA tätiger Fachplaner, Maik Harles, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Altlasten-Sanierung, betonte, dass die Sicherheit der Anwohner oberste Priorität habe und alle Sanierungsarbeiten einem strengen Sicherheitskonzept folgten, welches engmaschig von beteiligten Fachunternehmen und Behörden kontrolliert werde. Die umfangreichen Schutzmaßnahmen stellen sicher, dass von der Baustelle keine Gefahr ausgeht.

Zeitlicher Rahmen und zukünftige Nutzung

Nach der Übergabe des Grundstücks an die ausführenden Unternehmen erfolgte in den vergangenen Tagen die Einrichtung der Baustelle. Die Hauptarbeiten beginnen Mitte Mai 2026 und sollen bis Ende November 2026 weitgehend abgeschlossen sein. Die finale Fertigstellung der Sanierung ist für Dezember 2026 vorgesehen. Im Anschluss an die erfolgreiche Bodensanierung kann mit dem Bau des Einsatztrainingszentrums für den Zoll und des THW-Betriebsgeländes begonnen werden.

Die bestehende Belastung des Bodens mit Milzbranderregern ist auf die historische Eigenschaft des Areals als Gerberei-Standort zurückzuführen. Derartige Altlasten sind in Neumünster, bedingt durch die lange Tradition der Lederindustrie in der Region, nicht untypisch und werden bereits seit Jahren systematisch erfasst und saniert. Mit der aktuellen Maßnahme folgt die BImA dem behördlich genehmigten Sanierungsplan vom 15. September 2025. Die umgesetzte Sanierung ist eine Grundvoraussetzung für die geplante Neubebauung des Areals. Das zukünftige Einsatztrainingszentrum wird dem Zoll moderne Trainingsmöglichkeiten für vielfältige Einsatzszenarien offerieren. Das THW wird ein neues Betriebsgelände für seine Aufgaben im Bereich des Bevölkerungsschutzes erhalten.

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