Bielefelds Karstadt-Areal: Architekturbüro caspar. gewinnt Werkstattverfahren für Mixed-Use-Quartier
Das Kölner Architekturbüro caspar. setzt sich im Wettbewerb durch: Auf dem 9.100 Quadratmeter großen ehemaligen Karstadt-Gelände entsteht ein vielfältiges Quartier mit Hotel, Wohnungen und Gewerbeflächen.

Die Unternehmensgruppe Sahle Wohnen hat das ehemalige Karstadt-Gebäude an der Bahnhofstraße in Bielefeld erworben und plant gemeinsam mit der Stadt eine umfassende Neukonzeptionierung des Areals. Nach einem Werkstattverfahren, an dem vier renommierte Architekturbüros teilnahmen, wurde der Entwurf des Kölner Büros caspar. zur Umsetzung empfohlen. Die Realisierung ist vorgesehen, sobald die erforderlichen rechtlichen Voraussetzungen für Abriss und Neubau vorliegen.
Nutzungsmix und räumliche Struktur
Das neue Quartier auf einer Gesamtfläche von 9.100 Quadratmetern wird ein differenziertes Nutzungskonzept umfassen. Geplant sind hochmoderne und flexible Gewerbeflächen in bester Innenstadtlage, ein Hotel mit 160 Zimmern inklusive Skybar, 40 Seniorenwohnungen, 100 Service-Apartments sowie ein Lebensmittel-Nahversorger. Zentral vorgesehen ist ein Quartierplatz an der Ecke Bahnhofstraße und Arndtstraße, der als Ankunfts- und Aufenthaltsort fungieren soll.
Der Entwurf des Architekten Caspar Schmitz-Morkramer folgt dem Konzept der „Stadtreparatur
Das monolithische Karstadt-Gebäude wird in ein vielfältiges, urbanes Gebäudeensemble überführt. Der Architektenentwurf unterscheidet klar zwischen öffentlichem Raum und geschützten Innenbereichen. Entlang der Friedensstraße sind Wohngebäude mit Klinkerfassaden vorgesehen, während zur Bahnhofstraße und Arndtstraße eine Fassade aus sandfarbenem Naturstein beziehungsweise Muschelkalk geplant ist. Im Inneren entstehen begrünte Rückzugsorte für Wohnen und Hotelnutzung.
Nachhaltige Energieversorgung und städtebauliche Ziele
Das Energiekonzept des neuen Quartiers setzt auf nachhaltige Wärme- und Kälteversorgung mittels Wärmepumpen sowie den Anschluss an das städtische Fernwärmenetz. Auf den Dachflächen ist eine Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung vorgesehen. Ziel des städtebaulichen Entwurfs ist die Neubelebung der Bielefelder Innenstadt und die Schaffung einer zukunftsfähigen Infrastruktur aus Handel, Wohnen, Hotellerie und weiterer gewerblicher Nutzung. An der Stelle des ehemaligen Warenhauses entsteht ein Stück Innenstadt, das offen, durchlässig, vielfältig und sozial aktivierend wirkt.
- —Oberbürgermeisterin Dr. Christiana Bauer sieht in der Umgestaltung ein wichtiges Signal für Bielefeld und erhofft sich wertvolle Impulse für die gesamte Einkaufsstadt
- —Bau- und Wirtschaftsdezernentin Claudia Koch würdigt den Siegerentwurf als architektonisch überzeugend und als starken Anziehungspunkt für die City
- —Uwe Sahle, geschäftsführender Gesellschafter Sahle Wohnen, betont die Bedeutung lebendiger Nachbarschaft und einer ausgewogenen Nutzungsmischung für langfristigen Erfolg
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