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ZIA fordert strukturelle Reformen für altersgerechtes Wohnen

Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) thematisiert den dringenden Handlungsbedarf im Bereich des altersgerechten Wohnens und der Pflegeinfrastruktur, wobei ein Investitionsbedarf von bis zu 125 Milliarden Euro in den nächsten 14 Jahren prognostiziert wird.

ZIA fordert strukturelle Reformen für altersgerechtes Wohnen

Angesichts einer steigenden Nachfrage, wachsender Finanzierungslücken und des zunehmenden Drucks auf Pflegeeinrichtungen wird die Versorgungssicherheit im Alter zu einer zentralen sozial- und gesellschaftspolitischen Herausforderung. Dies hebt Iris Schöberl, Präsidentin des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA), im Kontext des Tages der Gesundheits- und Sozialimmobilie hervor. Es zeichnet sich eine dramatische Entwicklung ab, bei der der Bedarf an altersgerechtem Wohnraum und Pflegeplätzen rapide zunimmt, während gleichzeitig die Investitionen zurückgehen und die bestehenden Strukturen destabilisiert werden.

Für die kommenden 14 Jahre wird ein Investitionsbedarf von bis zu 125 Milliarden Euro für die Pflegeinfrastruktur antizipiert. Parallel dazu steigen die Eigenanteile für pflegebedürftige Personen, während die Finanzierungssysteme an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Diese Situation wird zusätzlich durch Insolvenzen und Schließungen von Einrichtungen akzentuiert, was die Versorgungslage weiter verschärft.

Iris Schöberl unterstreicht, dass es hierbei nicht ausschließlich um Immobilien geht, sondern um eine funktionierende Daseinsvorsorge, um Lebensqualität und Würde im Alter. Die betreffenden Immobilien fungieren als Lebensorte für Pflegebedürftige, deren Familien sowie für ganze Quartiere. Altersgerechtes Wohnen ist demnach ein essenzieller Bestandteil für ein selbstbestimmtes und würdevolles Leben im fortgeschrittenen Alter. Ein strukturelles Problem manifestiert sich zudem darin, dass der Bedarf kontinuierlich steigt, während Investitionen durch regulatorische Hürden, langwierige Genehmigungsverfahren und unsichere Rahmenbedingungen gehemmt werden.

Abbau von Investitionshemmnissen gefordert

Der ZIA benennt zentrale Problempunkte, darunter unterschiedliche Vorgaben in den einzelnen Bundesländern, mangelnde Standardisierung und unzureichende Refinanzierungsmodelle. Private Investoren leisten bereits heute einen maßgeblichen Beitrag in diesem Sektor. Doch steigende Risiken und eine unzureichende Planungssicherheit gefährden die dringend benötigten Investitionen in die Infrastruktur des altersgerechten Wohnens und der Pflege. Die Immobilienwirtschaft ist bereit, Verantwortung zu übernehmen und bringt Kapital, Know-how und Umsetzungskompetenz ein, so Schöberl. Als Voraussetzungen hierfür werden verlässliche Rahmenbedingungen und eine klare politische Strategie genannt.

  • Bundeseinheitliche und praxistaugliche Rahmenbedingungen zur Beschleunigung von Planung und Bau.
  • Verlässliche Finanzierungs- und Refinanzierungsstrukturen, die den Kostenrealitäten entsprechen.
  • Stärkung innovativer Wohn- und Versorgungskonzepte, insbesondere im Quartierskontext.
  • Bessere Verzahnung ambulanter und stationärer Versorgungsformen.

Es genügt laut Schöberl nicht, lediglich zusätzliche finanzielle Mittel bereitzustellen. Vielmehr werden strukturelle Reformen benötigt, die Investitionen ermöglichen und diese langfristig tragen können. Iris Schöberl stellt klar, dass diese Reformen entscheidend sind, um die Qualität und Quantität der altersgerechten Wohn- und Pflegeangebote in Deutschland sicherzustellen.

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